Was kostet ein Kartenterminal?
Die Kosten eines Kartenterminals setzen sich aus mehreren Bausteinen zusammen, die je nach Anbieter unterschiedlich stark ins Gewicht fallen.
Die vier Kostenbausteine
- Anschaffung/Miete der Hardware: Mobile Reader gibt es ab ca. 22–59 € zum Kauf; größere Geräte bis mehrere hundert Euro. Mietmodelle kosten monatlich, binden aber oft langfristig.
- Disagio (Transaktionsgebühr): der prozentuale Anteil je Zahlung – die wichtigste laufende Kostengröße. girocard ist günstiger als Kreditkarte.
- Grundgebühr: 0 € bei Pay-as-you-go-Anbietern, 12–40 €/Monat bei Tarifen mit niedrigerem Disagio.
- Versteckte Pro-Transaktions-Posten (v. a. im Netzbetreiber-Modell): Autorisierungsentgelt 0,18 %, Transaktionsentgelt 7–11 Cent, Clearing ~4,5 Cent.
Welcher Tarif für wen?
Welcher Tarif am günstigsten ist, hängt von Umsatz, durchschnittlicher Bonhöhe und Kartenmix ab. Faustregel: Bei niedrigem Umsatz gewinnen Tarife ohne Grundgebühr; bei hohem Umsatz lohnen Tarife mit Grundgebühr und niedrigem Disagio. Bei vielen kleinen Beträgen werden Fix-Cent-Gebühren zur Kostenfalle.
Häufige Fragen
- Was kostet ein Kartenterminal pro Monat realistisch?
- Bei Pay-as-you-go (SumUp, Zettle) zwischen 0 € Grundgebühr und 1,39–1,99 % je Zahlung. Klassische Netzbetreiber liegen bei 5–25 € Grundgebühr + 0,3–1,2 % Disagio. Bei 3.000 €/Monat Kartenumsatz landest du in beiden Modellen etwa bei 40–60 €/Monat.
- Gibt es Kartenterminals komplett ohne Grundgebühr?
- Ja. SumUp, Zettle (PayPal), myPOS und Tap to Pay auf iPhone arbeiten ohne monatliche Grundgebühr – du zahlst ausschließlich pro Transaktion.
- Was ist günstiger: Miete oder Kauf?
- Bei niedrigem Umsatz und langfristiger Nutzung ist Kauf günstiger (Hardware ab 22–79 €). Miete lohnt nur, wenn Service, Austausch und Software-Updates inklusive sind und du die Laufzeit überblickst.
Im Lexikon erklärt
Zuletzt aktualisiert: 06/2026 · Quellen: Deutsche Bundesbank, girocard.eu, EHI Retail Institute, Deutsche Kreditwirtschaft.
