EC-Kartenlesegerät im Vergleich
„EC-Kartenlesegerät“ ist der umgangssprachliche Begriff für ein Kartenterminal – das Gerät, mit dem du Karten- und Kontaktloszahlungen annimmst. Die „EC-Karte“ heißt technisch längst girocard. Dieser Vergleich zeigt die Gerätetypen und worauf es bei der Auswahl wirklich ankommt.
Die vier Gerätetypen im Überblick
- Mobiler Reader (z. B. SumUp, Zettle): günstige Hardware ab ca. 22–49 €, koppelt sich per Bluetooth ans Smartphone oder Tablet. Ideal für mobile und kleine Betriebe.
- SmartPOS / Android-Terminal: eigenständiges Gerät mit Touchscreen, SIM und Bon-Drucker – ohne Smartphone nutzbar, mit App-Anbindung an die Kasse.
- SoftPOS / Tap to Pay: kein Zusatzgerät – das Smartphone selbst wird per NFC zum Terminal. Nur für kontaktlose Karten und Wallets, kein PIN-Pad-Gerät nötig.
- Klassisches Kassenterminal (Netzbetreiber): fest an Kasse/Bank gebunden, meist gemietet, oft mit längerer Vertragsbindung und Einzelposten je Transaktion.
Worauf du beim Vergleich achten solltest
Der Gerätepreis ist der kleinste Posten. Über die laufenden Kosten entscheiden Disagio, Grundgebühr und Vertragsbindung. Vergleiche EC-Kartenlesegeräte deshalb entlang dieser fünf Kriterien:
- Disagio je Zahlung – getrennt für girocard und Kreditkarte, denn die Sätze unterscheiden sich oft stark.
- Grundgebühr – 0 € bei Pay-as-you-go, 9–40 €/Monat bei Tarifen mit niedrigerem Disagio.
- Vertragsbindung – keine Bindung (SumUp, Zettle) vs. 24–60 Monate im Miet-/Netzbetreiber-Modell.
- Auszahlungsdauer – 1–3 Bankarbeitstage; einige Anbieter zahlen taggleich aufs eigene Konto aus.
- Konnektivität – WLAN/LAN stationär, integrierte SIM für mobil, Bluetooth beim Reader übers Smartphone.
Welches EC-Kartenlesegerät für wen?
- Marktstand, Foodtruck, Nebenerwerb: mobiler Reader ohne Grundgebühr, mit SIM und Akku.
- Café, Bäckerei, Kiosk (viele kleine Bons): niedriges girocard-Disagio, keine Fix-Cent-Falle je Zahlung.
- Einzelhandel & Gastronomie mit Kasse: SmartPOS mit Kassenanbindung und Trinkgeldfunktion.
- Spontan starten ohne Hardware: SoftPOS / Tap to Pay auf dem vorhandenen Smartphone.
- Hoher, konstanter Umsatz: Tarif mit Grundgebühr und niedrigem Disagio durchrechnen.
Welcher Tarif am Ende am günstigsten ist, hängt von Umsatz, Bonhöhe und Kartenmix ab. Mit dem Kostenrechner auf der Startseite kannst du deine echten Monatskosten je Anbieter vergleichen, statt nur Prozentsätze gegenüberzustellen.
Häufige Fragen
- Was ist der Unterschied zwischen EC-Kartenlesegerät und Kartenterminal?
- Keiner – beide Begriffe meinen dasselbe Gerät zur Annahme von Kartenzahlungen. „EC-Kartenlesegerät“ ist die ältere, umgangssprachliche Bezeichnung; die frühere EC-Karte heißt heute girocard.
- Was kostet ein EC-Kartenlesegerät?
- Die Hardware gibt es je nach Typ ab ca. 22–59 € zum Kauf, SmartPOS-Geräte kosten mehr oder werden gemietet. Wichtiger als der Gerätepreis sind die laufenden Kosten: Disagio (0,8–1,9 % girocard) und je nach Tarif 0–40 €/Monat Grundgebühr.
- Brauche ich für ein EC-Kartenlesegerät einen Vertrag mit langer Laufzeit?
- Nein. Pay-as-you-go-Anbieter wie SumUp oder Zettle arbeiten ohne Grundgebühr und ohne Bindung. Nur Miet- und Netzbetreiber-Modelle haben typischerweise 24–60 Monate Laufzeit.
- Kann ich mit dem Smartphone Karten lesen statt mit einem Gerät?
- Ja, per SoftPOS bzw. Tap to Pay wird ein NFC-fähiges Smartphone selbst zum Terminal – für kontaktlose Karten, Apple Pay und Google Pay. Ein separates Lesegerät ist dann nicht nötig.
Im Lexikon erklärt
Zuletzt aktualisiert: 06/2026 · Quellen: Deutsche Bundesbank, girocard.eu, EHI Retail Institute, Deutsche Kreditwirtschaft.
