Interchange-Fee: Wer kassiert bei jeder Kartenzahlung?
Die Interchange-Fee fließt vom Acquirer (deinem Zahlungsdienstleister) an den Issuer (die Bank des Kunden). Sie ist der größte Block deines Disagios.
Die Deckelung durch die EU
Seit 2015 deckelt die EU-Verordnung 2015/751 die Interchange-Fee bei 0,20 % für Debit- und 0,30 % für Kreditkarten im B2C-Verkehr. Höhere Sätze gibt es nur bei Firmenkarten und außereuropäischen Karten.
Was bleibt für den Acquirer?
Dein Disagio (z. B. 1,39 %) deckt Interchange + Schemegebühren (Visa/Mastercard) + Acquirer-Marge ab. Wer also 0,5 % Disagio verspricht, blufft – Interchange + Scheme allein liegen bei ~0,3–0,4 %.
Häufige Fragen
- Was ist die Interchange-Fee genau?
- Die Gebühr, die der Acquirer (dein Zahlungsdienstleister) an den Issuer (Bank des Karteninhabers) abführt. Sie ist der größte Block deines Disagios.
- Wie hoch ist sie aktuell?
- EU-gedeckelt bei 0,2 % (Debit) und 0,3 % (Credit) für Consumer-Karten. Firmenkarten und Nicht-EU-Karten sind nicht gedeckelt.
- Kann ich Interchange direkt verhandeln?
- Nein – sie ist gesetzlich/scheme-gesetzt. Verhandelbar ist nur die Acquirer-Marge obendrauf.
Im Lexikon erklärt
Zuletzt aktualisiert: 06/2026 · Quellen: Deutsche Bundesbank, girocard.eu, EHI Retail Institute, Deutsche Kreditwirtschaft.
