Trinkgeld per Karte: Funktion, Steuer, Best Practice
Mit der Trinkgeld-Funktion fragt das Terminal nach dem Bezahlbetrag, ob der Kunde aufrunden möchte oder einen Festbetrag spenden will. Das Trinkgeld wird separat ausgewiesen.
Direkt an den Mitarbeiter oder über den Arbeitgeber
Steuerlich relevant: Trinkgeld, das direkt dem Mitarbeiter zufließt, ist steuerfrei (§ 3 Nr. 51 EStG). Trinkgeld, das über das Kartenterminal eingeht, läuft erst über das Geschäftskonto – hier hilft eine saubere Buchhaltungs-Praxis (eigene Sammelposition, monatliche Bar-Auszahlung an die Mitarbeiter, schriftliche Vereinbarung).
Best Practice
- Trinkgeld-Prompt aktivieren (10/15/20% oder freier Betrag).
- Mitarbeiter schulen, freundlich darauf hinzuweisen.
- Studien zeigen +18 % Trinkgeld gegenüber Bar-Trinkgeld.
Häufige Fragen
- Wie funktioniert Trinkgeld am Kartenterminal?
- Nach dem Bezahlbetrag fragt das Terminal nach prozentualem (10/15/20 %) oder freiem Trinkgeldbetrag – der Kunde bestätigt mit PIN/NFC.
- Ist Karten-Trinkgeld steuerfrei?
- Ja, sofern es nachweislich direkt dem Mitarbeiter zufließt. Saubere Aufzeichnung über eigene Sammelposition und monatliche Auszahlung ist wichtig.
- Bringt die Funktion wirklich mehr Trinkgeld?
- Studien aus DE/AT zeigen +10 bis +18 % gegenüber reinem Bar-Trinkgeld – besonders in Gastronomie und Friseur.
Zuletzt aktualisiert: 06/2026 · Quellen: Deutsche Bundesbank, girocard.eu, EHI Retail Institute, Deutsche Kreditwirtschaft.
